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» Verleihung der Kratzhand durch den DNB «

Bild KratzhandPressemeldung der Firma Dr. Rentschler Arzneimittel GmbH & Co, die über ots verbreitet wurde:

"Laupheim (ots) - Mit einer aktuellen Studie belegt Soventol erstmals, das Kratzen in der Öffentlichkeit Anstoß erregt: Wer auf einen Juckreiz mit Kratzen reagiert und dabei beobachtet wird, riskiert, dass man ihm entweder ein Hautproblem oder sogar mangelhafte Körperpflege unterstellt.
Die Studie bestätigt darüber hinaus, das Kratzen durchaus differenziert betrachtet wird: Es wird eher toleriert, wenn sich der Kratzreflex auf Körperregionen bezieht, die üblicherweise nicht von
Kleidungsstücken bedeckt sind, also zum Beispiel auf Arme und Hände. Wer sich jedoch im Intimbereich, am Gesäß oder an den Achselhöhlen kratzt, muss mit besonders scharfer Ablehnung rechnen. Obwohl man sich wahrscheinlich am häufigsten am Kopf kratzt, z. B. aus Verlegenheit, erntet man auch hierfür schnell ein Kopfschütteln seiner Beobachter.
Bei der Entscheidung, wer wen am Rücken kratzen darf, falls es an einer unerreichbaren Stelle juckt, spielt Nähe eine große Rolle: Lebens- und Ehepartner sowie Familienmitglieder sind die Ersten, die um Hilfe gebeten werden. Auch Freunde zählen zum Kreis der möglichen Erlöser. Überraschend ist, dass sich 2,4 Prozent der Befragten sogar von ihrem Chef kratzen lassen würden. Und noch erstaunlicher ist es, dass satte 15,4 Prozent nicht davor zurückschrecken, Fremde um eine kratzende Hand zu bitten.
Mit der Durchführung der Befragung wurde die GfK Healthcare, Nürnberg, beauftragt. Die Ergebnisse der Befragung sind repräsentativ für die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland.
ots Originaltext: Soventol"

Firma
Dr. Rentschler Arzneimittel GmbH & Co
Herrn Dr. Nikolaus F. Rentschler
Mittelstraße 18

88471 Laupheim

Hamburg, 14.8.2002

Sehr geehrter Herr Dr. Rentschler,

der Deutsche Neurodermitis Bund e.V. verleiht

DIE KRATZHAND

an Menschen, die durch besonders oberflächliche und unqualifizierte Berichterstattung über atopische Erkrankung der Haut (z.B. Neurodermitis) aufgefallen sind.

In Ihrem Falle handelt es sich lt. Firmenveröffentlichung

- um eine aktuelle Studie von Soventol, die erstmals belegt, dass das Kratzen in der Öffentlichkeit Anstoß erregt: Wer auf einen Juckreiz mit Kratzen reagiert und dabei beobachtet wird, riskiert, dass man ihm entweder ein Hautproblem oder sogar mangelhafte Körperpflege unterstellt.

Der Vorstand des DNB meint, dass diese Studie völlig unnötig ist und eher dazu führt, dass Menschen, die sich krankheitsbedingt in bestimmter Weise in der Öffentlichkeit verhalten diskriminiert werden. Fast 10 Millionen an Neurodermitis, Psoriasis und anderen Hauterkrankungen erkrankte Menschen müssen sich von Zeit zu Zeit ohne Scheu kratzen dürfen, wenn der Juckreiz unerträglich wird, oder wenn der Kratzreflex schon tief in diesen Menschen verwurzelt ist. Hier einen "Anstoß" der Mitmenschen zu untersuchen, der die chronisch kranken Menschen in die Nähe von unhygienischen und assozialen Zeitgenossen rückt ist unfair, unnötig und provozierend.
Aus diesem Grunde verleihen wir der Firma Dr. Rentschler, ebenso auch ideell der PR-Agentur, Borchert & Niederländer public relations GmbH, Frau Jutta Oellig, die diese Nachricht V.i.S.d.P. verbreitet hat, die Kratzhand in der Hoffnung, dass nicht so leichtfertig das Verhalten kranker Mitmenschen für vordergründige Produkt PR benutzt wird.

In der Anlage senden wir Ihnen Informationen über unseren Verein, um Ihnen zu verdeutlichen, dass es sich bei Neurodermitis um ein schwieriges und weit verbreitetes Problem handelt.
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Seite 2. Brief an Dr. Rentschler Arzneimittel GmbH & Co

In der Hoffnung, dass wir auf humorvolle aber nachhaltige Art und Weise dazu beigetragen haben, dass Sie in Zukunft durch Bereitstellung kompetenter Informationen zur allgemeinen gesundheitlichen Aufklärung der Bevölkerung beitragen
verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

Ihr
DEUTSCHER NEURODERMITIS BUND E.V.

Thomas Schwennesen
1. Vorsitzender


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