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Informationen über REGIVIDERM

23.02.2010

http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Regividerm#Regividerm-Klage_und_Vertriebstop_im_Dezember_2009

 


Neuartiger Wirkstoff gegen Neurodermitis

08.02.2010

Für die Arbeit an der Entwicklung eines neuartigen Arzneimittels zur Behandlung von Neurodermitis erhalten die Fachhochschule Gießen-Friedberg, der Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg und das Marburger Biotechnologieunternehmen sterna biologicals vom Land Hessen eine Fördersumme von 175.000 Euro. An der FH leitet Prof. Dr. Frank Runkel vom Gießener Institut für Biopharmazeutische Technologie das Projekt.

Neurodermitis ist eine schubweise auftretende chronische Entzündungskrankheit der Haut. Von ihr sind in Deutschland etwa drei Millionen Menschen, darunter überdurchschnittlich viele Kinder, betroffen. Symptome der Neurodermitis sind eine besonders empfindliche und trockene Haut verbunden mit einem starken Juckreiz. Krankheitsursache ist eine allergische Abwehrreaktion des Körpers gegen prinzipiell harmlose Stoffe wie Nahrungsmittel, Hausstaub oder Blütenpollen. Aktuelle Therapien behandeln mit entzündungshemmenden Wirkstoffen wie zum Beispiel Cortison nur die Symptome der Krankheit, können sie aber nicht heilen.

Sterna biologicals hat nun einen Wirkstoff entwickelt, mit dem eine ursächliche Therapie erfolgversprechend scheint. Hierbei handelt es sich um ein DNAzym, ein enzymatisch wirksames DNA-Molekül, das die Erkrankung an den zellulären und molekularen Wurzeln direkt angreifen soll. Erste Untersuchungen in krankheitsnahen experimentellen Systemen haben bereits positive Effekte des Wirkstoffes aufgezeigt.

Die Aufgabe im aktuellen Forschungsprojekt besteht darin, auf der Grundlage des neuartigen DNAzym-Wirkstoffs ein klinisches Prüfmuster zu entwickeln, das als Basis für toxikologische und klinische Studien dienen kann. Ziel ist es, eine "Formulierung" zu finden, die möglichst große Mengen der aktiven Substanz an den Wirkort in der Haut transportiert. Unter "Formulierung" wird in der Pharmazie die Form verstanden, in der ein Wirkstoff verabreicht wird. Dabei kann es sich zum Beispiel um eine Salbe oder ein Spray handeln. Das Institut für Biopharmazeutische Technologie wird verschiedene innovative Trägersysteme vergleichen und anpassen. Die Eindringtiefe des Wirkstoffs in die Haut werden die Forscher mit bildgebenden Verfahren und fluoreszenzmarkiertem DNAzym veranschaulichen. Außerdem sollen der Einfluss unterschiedlicher penetrationsfördernder Substanzen wie zum Beispiel Lecithin, Lanolin oder Bienenwachs und die Langzeitstabilität der entwickelten Formulierungen untersucht werden.

Das Forschungsprojekt wird im Rahmen von "Hessen ModellProjekte" gefördert aus Mitteln der "Landesoffensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE)", Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben. Es wird Ende 2010 abgeschlossen sein.

 


Regividerm Salbe - Stellungnahme des DNB

22.10.2009

Regividerm-Salbe Nach einer ARD Sendung vom 19.10.2009 mit dem provozierenden Titel "Heilung unerwünscht" und der Reportage-Anklage, dass die Pharmaindustrie 25 Jahre lang die Neueinführung einer Salbe verhindert, die Neurodermitikern und Psoriatikern gut helfen soll, wurde weitesgehend öffentlich über die Regividerm-Salbe diskutiert. Der Vorwurf wurde laut, dass die ARD als Öffentlich-Rechtliche Sendeanstalt hier kritiklos Marketing für ein Medizinprodukt unterstützt hat. Leider machen die Begriffsverwirrungen des Autors, Klaus Martens, es den Betroffenen auch nicht leicht sich eine Meinung zu bilden. Von "Heilung" wird gesprochen, von "Medikament" von "Studien", alles feststehende Begriffe, die bei näherem Hinsehen den geforderten Kriterien nicht standhalten und im Laufe der folgenden Diskussionen auch wieder vom Autor und dem Hersteller dieses Medizinproduktes relativiert worden sind.

Der Deutsche Neurodermitis Bund e.V. hat zu diesem Thema bundesweit eine Presseerklärung abgegeben.

 

Download: als PDF PDF   als Word-Dokument PDF (ZIP-komprimiert)

 

Nähere Informationen finden Sie auch hier (eingestellt am 4.11.2009, 15.30 Uhr):

Dokumentation oder Manipulation?
Fakten und Kritik zum Medienrummel um sechs Stunden ARD-Sendezeit für die Markteinführung einer rosa Vitamincreme

 


Calcineurin-Inhibitoren
Stellungnahmen

Der Deutsche Neurodermitis Bund e.V. (DNB) wird in diesen Tagen mit der allgemeinen Frage angesprochen, ob die Benutzung der Medikamente ELIDEL (Wirkstoff Pimecrolimus) oder PROTOPIC (Wirkstoff Tacrolimus) gesundheitsschädlich ist.
Wir freuen uns, wenn Betroffene uns ansprechen, da sie so die Gewissheit haben, möglichst gut recherchierte Antworten zu bekommen.
Im Umgang mit Medikamenten sind wir Patienten zu Recht immer sehr verunsichert, zumal wenn es um Vorwürfe gegenüber Medikamenten geht, welche schlimme Folgen nach Jahren der Nutzung nach sich ziehen könnten.

Der DNB war bei der Einführung der Medikamente ELIDEL und PROTOPIC erfreut, dass eine stark verbesserte Ekzem- und Juckreiztherapie erfunden worden ist.
Wir haben uns im vollen Bewußtsein unserer Verantwortung gegenüber den Betroffenen für diese neuen Medikamente stark gemacht und machen es auch heute noch, weil wir durch viele Informationen aus verschiedensten Quellen gelernt haben, dass es hier etwas Neues bei der Behandlung von Neurodermitis gibt, das den Gebrauch von starken Kortisonpräparaten zumindest nach hinten verschiebt, wenn nicht gar bis zu einem gewissen Stadium überflüssig macht. Studienergebnisse an vielen Unikliniken haben gezeigt, dass es seit der Einführung der Kortisonpräparate in den 60iger Jahren -die nun heute auch schon in der vierten Generation nicht mehr mit denen der ersten Generation zu vergleichen sind- endlich etwas Neues gibt und die Neurodermitiker, speziell die jüngeren Betroffenen berechtigte Hoffnungen auf eine kortisonärmere Behandlung haben dürfen.

Der DNB hat natürlich auch die Warnhinweise der FDA gelesen und gehört. Wir haben uns mit unserem Wissenschaftlichen Beirat und mit den Herstellerfirmen in Verbindung gestzt und uns Informationen eingeholt.
Aus diesen Informationen in Form von Telefongesprächen, Vorträgen bei Patientenveranstaltungen und Veröffentlichungen in den Medien haben wir die Erkenntnis gewonnen, dass die Warnhinweise wahrscheinlich in der Schärfe stark übervorsichtig von der FDA ausgeprochen worden sind.

Vgl. Link: http://www.fda.gov/cder/drug/infopage/elidel/default.htm

Wir haben erfahren, dass es natürlich ein Unterschied macht, ob ein Medikament eingenommen wird, also systemisch wirken kann, oder auf die Haut aufgetragen wird und wie in diesem Falle nicht systemisch wirkt.

Wir haben gelernt, dass die Wirkstoffkomponenten Pimecrolimus und Tacrolimus aus der Transplantationmedizin kommen und dort natürlich innerlich angewendet werden um ein Abstoßen des Fremd-Körpers durch den eigenen Körper zu vermeiden. Das ist nicht mit dem Auftragen einer Creme ohne weiteres in der Intensität vergleichbar.

Wir haben aber auch gelernt, dass die Anwendung von ELIDEL und PROTOPIC nicht unbedingt mit ausgedehnten Sonnenbädern im Urlaub zu verbinden sind.

Ferner ist allgemein bekannt, das die Entwicklung eines Medikaments ca. 10 Jahre in Anspruch nimmt und in dieser Zeit unzählige Male getestet wird. Die FDA Hinweise kommen ja nicht völlig überraschend für die Herstellerfirmen.

Die Frage, die jeder Einzelne jetzt für sich abwägen muss ist, ob ein gewisses Restrisiko, dass eigentlich bei jedem wirkenden Medikament vorhanden ist (Keine Wirkung ohne Nebenwirkung) in Kauf genommen werden muss.

Es ist uns auch klar, dass Kortison, wenn es denn heute erfunden wäre, wahrscheinlich keine Zulassung erhalten hätte bei den immer noch starken Nebenwirkungen in der Langzeittherapie.

Wir warnen deshalb ein bißchen vor Hysterie. Wir warnen vor falschen oder einseitigen Informatonsquellen. Wir wissen, dass es auch gegenteilige Meinungen gibt.
Wir hoffen und wir wünschen es den vielen Betroffenen, dass sich diese Diskussion recht bald zum Guten hin erledigt und wir versuchen weiterhin Sie als Anwender, mit bisher überwiegend guten Ergebnissen an sich und Ihren Kindern, aktuell zu informieren.

Wir sind deshalb weiterhin bemüht, Stimmen, Meinungen und hoffentlich auch bald Ergebnisse aus unterschiedlichen Quellen für Sie zur Verfügung zu stellen.
Erwarten Sie aber bitte nicht vom DNB, dass wir die überwiegend positive Meinung der internationalen dermatologischen Fachgesellschaften auch fachlich beurteilen können.
Hier müssen wir uns alle auf unsere wissenschaftlichen Fachleute verlassen.

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Stellungnahme des Präsidenten der EADV

Neue Empfehlungen der FDA und der EMEA zu den Fachinformationen über topische Calcineurin-Inhibitoren

Die amerikanische Gesundheitsbehörde (Food and Drug Administration, FDA) und die europäische Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMEA) haben vor kurzem Änderungen in den Fachinformationen für topische Calcineurin-Inhibitoren (TCIs) hinsichtlich der Anwendung bei Ekzemen empfohlen.

Der Präsident der europäischen Fachgesellschaft für Dermatologie (European Academy of Dermatology and Venerology, EADV) Joahnnes Ring antwortet auf die Frage: Müssen Ärzte und Patienten wegen der Änderungen in den USA und Europa Bedenken haben, vor allem was die Sicherheit der topischen Calcineurin-Inhibitoren bei der Ekzembehandlung betrifft?

In den USA hat die FDA einen Warnhinweis (sog. boxed warning) zu Pimecrolimus-Creme und Tacrolimus-Salbe hinzufügt, dass die Langzeitsicherheit von topischen Calcineurin-Inhibitoren nicht erwiesen ist. Bis weitere Langzeitdaten vorliegen, raten sie von der ununterbrochenen Langzeitanwendung dieser Arzneimittel ab. Aus der Fachinformation geht deutlich hervor, dass zwischen der Anwendung dieser Arzneimittel und den seltenen Meldungen von Krebserkrankungen kein Kausalzusammenhang besteht.

Erst kürzlich ist die EMEA zu ähnlichen Schlussfolgerungen gelangt. Auch sie betrachtet die TCI nicht als Behandlung der ersten Wahl und äußert Bedenken hinsichtlich der unkritischen langfristigen Anwendung dieser Mittel. Die EMEA sieht auch eine Notwendigkeit dafür, dass die Einleitung einer topischen Behandlung mit Tacrolimus oder Pimecrolimus nur von einem Arzt mit Erfahrung in der Diagnose und Therapie von Ekzemen durchgeführt werden sollte.

Während die FDA-Aussage es klar herausstellt, dass kein Kausalzusammenhang zwischen der Anwendung dieser Medikamente und seltenen Meldungen von Krebserkrankungen hergestellt werden konnte, so geht dies aus der EMEA-Feststellung nicht so deutlich hervor.

Stellungnahme von Herrn Prof. Ring

28. März 2006:

Der Präsident der europäischen Fachgesellschaft für Dermatologie (European Academy of Dermatology and Venerology, EADV) hat heute zu diesen Entwicklungen Stellung genommen. Prof. Ring erklärte, dass die überarbeiteten Warnhinweise im Ton recht milde ausgefallen sind und Ärzte nicht von der Verschreibung dieser Mittel abhalten sollten, die ihren thera-peutischen Wert als Alternative zu anderen entzündungshemmenden Behandlung wie vor allem den topischen Glukokortikosteroiden erwiesen haben. Die TCIs wurden gründlich erforscht und haben in der klinischen Praxis weite Verbreitung gefunden; Dermatologen kennen ihr Sicherheitsprofil sehr gut. Prof. Ring möchte Ärzten und Patienten versichern, dass die zusätzlichen Warnhinweise in den Fachinformationen in den USA und Europa keine Bedenken hinsichtlich der Anwendung dieser Therapien innerhalb der genehmigten Anwendungsgebiete wecken sollten.

Die von der FDA und der EMEA veröffentlichen Stellungnahmen basieren vorwiegend auf Erfahrungen mit der Anwendung der Pharmaka in oralen Formulierungen und in hohen Dosierungen, die zu weitaus höheren Expositionen mit den Wirkstoffen führen, als sie bei Menschen auftreten, die eine Darreichungsform zur äußerlichen Anwendung auf die Haut als Creme oder Salbe auftragen.

Zwar haben beide Behörden Berichte von Anwendungsbeobachtungen zu Hautkrebs bei Patienten erhalten, die TCIs verwenden, jedoch ist die Häufigkeit dieser Ereignisse nicht höher als in der gesunden Allgemeinbevölkerung. Bis heute gibt es keinen Nachweis für eine erhöhte Inzidenz von Lymphomen oder anderen bösartigen Erkrankungen bei der Anwendung von TCIs bei den Tausenden von Patienten in klinischen Studien oder bei den vielen Millionen Menschen, die mit den beiden Präparaten behandelt wurden. Außerdem gibt es keinen Nachweis für eine systemische Immunschwächung nach kurzzeitiger oder intermittierender langfristiger äußerlicher Anwendung von Pimecrolimus oder Tacrolimus bei Ekzempatienten. Die tatsächliche Lymphomrate, die bei mit TCI behandelten Patienten gemeldet wurde, liegt weit unter dem Niveau, das für die Allgemeinbevölkerung vorhergesagt wird.

Prof. Ring bezog sich auf ein neueres Positionspapier des Europäischen Dermatologieforums zum potenziellen Risiko der TCIs, das im Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology (JEADV) erschienen ist.1

Prof. Ring stellte fest, dass diese Arzneimittel ihren enormen Nutzen bei Millionen Patienten auf der ganzen Welt unter Beweis gestellt haben, die an einer Krankheit leiden, die schmerzhaft und belastend sein kann. "Wir würden es außerordentlich bedauern, wenn diese Patienten von der Anwendung dieser Substanzen aufgrund von Warnungen abgeschreckt würden, deren Grundlage nur eine vorwiegend theoretische Risikoeinschätzung ist. Dermatologen stehen immer in der ersten Reihe, wenn es um die Sicherheit der Patienten geht. Nach gründlicher Überprüfung aller verfügbaren Informationen glaube ich, dass der Nutzen der Anwendung der TCIs bei weitem die Risiken überwiegt."

Professor Ring gab auch zu, dass er befürchtet, dass die Maßnahmen der FDA und der EMEA einen zunehmenden Einsatz von systemischen Immunsupressiva oder stark wirksamen topischen Kortikosteroiden bei der Ekzemtherapie bedeuten könnten. Er führte aus: "Es ist wichtig, dass Ärzte und Patienten in der Lage sind, die Nutzen und Risiken aller verfügbaren Therapien erkennen zu können, bevor sie ein ausgewogenes Urteil über die beste Behandlungsmethode fällen können."

1 Ring J., Barker J., Behrendt H., Braathen, L., Darsow U., Dubertret L., Giannetti A., Hawk J., Hönigsmann H., Kemeny L., Luger T., Meurer M., Murphy G., Peserico A., Ranki A., Reunala T., Saurat J. Sterry W., van de Kerkhof P.: Review of the potential photo-cocarcinogenicity of topical calcineurin inibitors. Position statement of the European Dermatology Forum. JEADV (2005) 19, 663-671.

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Stellungnahme der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft für Dermatologie (DDG) zur Entscheidung der amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) über die Verwendung von Pimecrolimus Creme und Tacrolimus Salbe zur Behandlung der Atopischen Dermatitis (Neurodermitis)

Die amerikanische Bundesbehörde für Lebens- und Arzneimittel (Food and Drug Administration; FDA) hat angekündigt, in die Fachinformation für Pimecrolimus (Elidel Creme®) und Tacrolimus (Protopic Salbe®) den Warnhinweis aufzunehmen, dass die Anwendung dieser Produkte die Entstehung von Hauttumoren und Lymphomen möglicherweise begünstigen könnte. Eine Änderung der Gebrauchsinformation für Patienten ist ebenfalls von der FDA geplant. Diese Ankündigung hat weltweit bei zahlreichen Fachgesellschaften erhebliche Bedenken und Kritik ausgelöst, sowie eine Verunsicherung von Patienten und Ärzten bewirkt. In Deutschland sind die Produkte zugelassen als Elidel Creme 1% oder Douglan Creme 1% und Protopic Salbe 0.03% und 0.1%. Nach einer sorgfältigen kritischen Überprüfung aller zur Verfügung stehenden Information, welche keinen Hinweis ergeben haben, dass die lokale Anwendung von Pimecrolimus oder Tacrolimus zu dauerhaften gesundheitlichen Schäden führt, äussert die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) in einer Presseaussendung vom 23. April 2005 ebenfalls erhebliche Bedenken gegen eine derartige jegliche Evidenz entbehrende Warnung.

23. April 2005:

Die Neurodermitis (Atopisches Ekzem) ist eine chronisch entzündliche ist mit einer beträchtlichen Einschränkung der Lebensqualität der Patienten verbunden und tritt häufig im Gesicht sowie an empfindlichen Hautarealen auf, wo eine langfristige Behandlung schwierig ist.

Elidel Creme® (Pimecrolimus) und Protopic Salbe® (Tacrolimus) wurden im Rahmen von zahlreichen klinischen Studien, an denen nahezu 40.000 Patienten teilgenommen haben, gründlich geprüft, und in der Folge als sehr gut wirksam und sicher für die Behandlung der Neurodermitis bewertet. Nach der Zulassung sind bisher mehr als 7,5 Millionen Patienten - mehr als die Hälfte davon Kinder - erfolgreich behandelt worden.

Nach lokaler Anwendung von Pimecrolimus und Tacrolimus konnten nur bei wenigen Patienten und auch nur vorübergehend extrem niedrige Blutspiegel gemessen werden, welche weit unter den für eine Hemmung des Immunsystems benötigten Werten liegen. Demnach konnte weder ein vermehrtes Auftreten von systemischen Infekten noch eine verminderte Immunantwort nach Impfungen beobachtet werden.

Aus vorklinischen Untersuchungen gibt es keine Daten die zeigen, dass Pimecrolimus oder Tacrolimus bei topischer Anwendung in den beim Menschen verwendeten Konzentrationen die Entstehung von Lymphomen begünstigt. Im Rahmen der zahlreichen klinischen Studien war die Anwendung keiner der beiden Substanzen mit einem vermehrten Auftreten von Tumoren verbunden. Eine häufigere Entstehung von Lymphomen wurde lediglich in Tierversuchen nach systemischer Gabe von extrem hohen Dosen beider Substanzen beobachtet. Die wenigen beobachteten Fälle von Lymphomen lassen ebenfalls keinen kausalen Zusammenhang erkennen, da weder das klinische noch das histologische Bild mit dem von Lymphomen übereinstimmt, welche üblicherweise bei immunsupprimierten Patienten zu beobachten sind. Ausserdem liegt die Inzidenz von Lymphomen bei gleichzeitiger lokaler Anwendung von Pimecrolimus oder Tacrolimus um ein vielfaches unter der in der Normalbevölkerung zu erwartenden Häufigkeit.

Unter allen Umständen steht für Ärzte bei der Verschreibung von neuen Medikamenten immer eine sichere, die Gesundheit der Patienten nicht beeinträchtigende Anwendung an vorderster Stelle. Ebenfalls im Interesse der Patienten sind die Gesundheitsbehörden für eine faire Evidenz basierte Darstellung von Ergebnissen einer Arzneimittelüberprüfung verantwortlich. Bedauerlicherweise lässt der geplante Warnhinweis der amerikanischen Gesundheitsbehörde diese auf wissenschaftliche Evidenz basierte Verantwortung nicht erkennen und ist somit abzulehnen. Die DDG spricht sich entschieden gegen diesen Warnhinweis aus, da dafür keine wissenschaftliche Rechtfertigung besteht und zu befürchten ist, dass dieser nur zu ungerechtfertigter Verunsicherung von Patienten, der Familien und medizinisch beratend tätigen Personen führen wird. Es besteht somit die Gefahr, dass Patienten mit Neurodermitis eine hervorragend wirksame und nach dem derzeitigen Stand des Wissens sichere Behandlungsmöglichkeit in ungerechtfertigter Weise vorenthalten wird.

23.04.2005

Prof. Dr. med. H. Gollnick
Präsident

Prof. Dr. med. T. Luger
Generalsekretär

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Stellungnahme von Fujisawa Deutschland GmbH zum Meeting des Pädiatrischen Beratungskomitees der US-amerikanischen Zulassungsbehörde (FDA)

Das Pädiatrische Beratungskomitee (Pediatric Advisory Committee) der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat sich bei seiner Sitzung am 15. Februar 2005 für zusätzliche Warnhinweise (black box warning) und Empfehlungen für die Anwendung der Arzneimittel der Substanzklasse der topischen Calcineurinihibitoren ausgesprochen. Anlass dafür war eine Analyse der bisherigen Meldungen von Lymphom- oder Hautkrebserkrankungen bei Patienten, die mit topischen Calcineurininhibitoren behandelt wurden. Die FDA ergänzt jedoch, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen der Anwendung der Produkte und den gemeldeten Erkrankungen nicht nachgewiesen ist.

Zu der Substanzklasse der topischen Calcineurininhibitoren zählen Elidel®/Pimecrolimus von Novartis und Protopic®/Tacrolimus von Fujisawa. Protopic® wird in Deutschland seit April 2002 vertrieben und ist für die "second line" Therapie der Atopischen Dermatitis mittleren und schweren Grades für die kurzzeitige und intermittierende Langzeittherapie von Kindern (ab 2 Jahren) und erwachsenen Patienten zugelassen.

Nach dem gegenwärtigen Erkenntnisstand von Fujisawa hat sich in den USA, in Europa und auch andernorts im Hinblick auf die Therapie von an Atopischer Dermatitis erkrankten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Protopic® seit der Markteinführung keine Veränderung in der Bewertung der Sicherheit des Arzneimittels ergeben.

Aus den umfangreichen klinischen Studien vor und nach der Markteinführung von Protopic® und der Therapie von inzwischen mehr als zwei Millionen Patienten weltweit hat sich im Vergleich zur Gesamtbevölkerung kein Beleg für ein erhöhtes Risiko ergeben, an einem Lymphom oder Hautkrebs unter der Anwendung von Protopic® zu erkranken.

Fujisawa steht diesbezüglich sowohl mit der FDA in den USA und der europäischen Zulassungsbehörde EMEA in London in Kontakt und stellt regelmäßig alle im Zusammenhang mit Protopic® stehenden Informationen in vollem Umfang zur Bewertung zur Verfügung.

Die Fachinformation für Ärzte stellt in den USA und in Europa alle relevanten Informationen über die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Protopic® zur Verfügung, die für eine sichere Anwendung des Arzneimittels beim Patienten erforderlich sind.

Die Therapieergebnisse unter Protopic®, die seit der Einführung von Ärzten und Patienten berichtet wurden, waren in hohem Maße positiv. Protopic® wird gerade von denjenigen, die in der Vergangenheit kaum noch auf Therapieerfolge hoffen durften, als wirkliche Innovation und Lösung ihrer teilweise jahrelangen Hautprobleme gesehen und erlebt.

München, 24. Februar 2005

Norbert Fischer
Mitglied der Geschäftsleitung

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Stellungnahme der Novartis Pharma GmbH

Betr.: Elidel® 1% Creme

Sehr geehrte Frau Doktor, sehr geehrter Herr Doktor,

mit dieser Stellungnahme möchten wir Ihnen einen Überblick über die aktuelle Diskussion zu unserem Arzneimittel Elidel® 1% Creme geben.

Am 21. April hat die zuständige Kommision der Europäischen Zulassungsbehörde (EMEA) über das Sicherheitsprofil der topischen Calcineurininhibitoren beraten. Sie sieht derzeit keinen akuten Handlungsbedarf bezüglich einer Änderung der deutschen Fach- und Gebrauchsinformation. Eine abschließende evidenz-basierte Bewertung wird in den nächsten Monaten im Rahmen eines Referral-Verfahrens erfolgen.

Hintergrund dieses Vorganges war ein auf der Webseite der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA veröffentlichter Hinweis auf ein potentielles Risiko für das Auftreten von malignen Erkrankungen unter Anwendung der Calcineurininhibitoren. Die Datenlage wird von der FDA derzeit ebenfalls evaluiert. Ein möglicher Warnhinweis für Fachkreise und Patienten in den USA wird zur Zeit diskutiert. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.

Elidel® 1% Creme wurde erstmals in den USA in 2001 nach umfangreicher präklinischer und klinischer Prüfung zugelassen. Mittlerweile besteht eine Zulassung in mehr als 80 Ländern. Die Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Elidel® 1% Creme haben dazu geführt, dass das Medikament in Deutschland und den meisten europäischen Ländern als "First Line" Therapie, ohne Beschränkungen der Anwendungsdauer, der maximal zu behandelnden Körperoberfläche und der applizierbaren Menge für Patienten ab 2 Jahren und Erwachsene zugelassen wurde.

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) und die Sprecher der wichtigsten europäischen und amerikanischen Fachgesellschaften für Dermatologie (European Academy of Dermatology and Venerology (EADV) und American Academy of Dermatology (AAD) haben sich in offiziellen Stellungnahmen zur Sachlage geäußert.

Weitere Stellungnahmen von Fachgesellschaften, Experten, Selbsthilfegruppen und Patienteninitiativen entnehmen Sie bitte der beigefügten Linkliste.

Novartis arbeitet eng mit den Zulassungsbehörden zusammen. Um weitere Daten zur Sicherheit von Elidel zu erlangen, hat Novartis zwei Langzeitstudien (über 5 bzw. 6 Jahre) und ein Patientenregister mit mehreren tausend pädiatrischen Patienten über einen Beobachtungszeitraum von 10 Jahren initiiert.

Wir werden Sie weiterhin über den Stand der Entwicklung auf dem Laufenden halten und stehen Ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Novartis Pharma GmbH

Dr. Thomas Kerscher
Leiter Business Franchise
Dermatologie/Allergie/Asthma

Dr. med. Bodo Wahlländer
Leiter Arzneimittelsicherheit

Linkliste

Medscape: Interview Prof Dr Eichenfield, Chief, Pediatric and Adolescent Dermatology,
Children's Hospital and Health Center, San Diego, California
http://www.medscape.com/viewarticle/502337?src=mp

American Academy of Dermatology (AAD)
http://www.aad.org/public/News/NewsReleases/fda_decision.htm

American College of Allergy, Asthma and Immunology (ACAAI) and American Academy of Allergy Asthma and Immunology (AAAAI)
http://www.acaai.org/NR/rdonlyres/32BE405B-3F3B-4B12-A386-8E112D24485D/0/CalcineurinTaskForceFinalReport.pdf

National Eczema Association for Science and Education (NEASE)
http://www.nationaleczema.org/NEASEStatementToPatients.Mar2005%20FINAL.doc

Inflammatory Skin Disease Institute
http://www.isdionline.org/current.htm

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Pressemitteilung vom 25. April 2005

Europäische Experten äußern Unverständnis über US-Warnhinweise zu Neurodermitis-Medikamenten

München, 25. April 2005. Mitte Februar diesen Jahres fand ein Treffen von Kinderärzten statt, die die amerikanische Gesundheitsbehörde "Food and Drug Administration" (FDA) beraten. Dabei empfahlen die Mitglieder dieses Beratungsgremiums der FDA die Aufnahme eines Warnhinweises ("black box warning") in die Fachinformation der topischen (äußerlich anwendbaren) Calcineurininhibitoren Tacrolimus und Pimecrolimus. Die Warnung bezieht sich auf ein mögliches Krebsrisiko bei der Verwendung dieser Substanzen, die bei der Behandlung des atopischen Ekzems (Neurodermitis) eingesetzt werden.

Eine entsprechende Veröffentlichung auf der Internetseite der FDA führte zu Debatten und Diskussionen unter Experten, ängstigte Patienten und verunsicherte Ärzte. Gibt es tatsächlich neue Daten, die eine Überprüfung der Anwendungsempfehlungen dieser Präparate rechtfertigen? Nach sorgfältiger Prüfung der von Gesundheitsbehörden und den beteiligten Unternehmen zur Verfügung gestellten Informationen nahm jetzt der Präsident der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV), Professor Dr. Dr. Johannes Ring, zu dem Vorgang Stellung. Der Münchener Hautarzt und Allergologe ist auch Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI).

Ring zeigte sich enttäuscht über die von der FDA formulierten Stellungnahmen gegen die topischen Calcineurininhibitoren. Diese könnten Patienten und Ärzte davon abhalten, die neuen Arzneimittel Pimecrolimus Creme (Elidel) und Tacrolimus Salbe (Protopic) bei der Behandlung des atopischen Ekzems zu verwenden. "Es gibt bisher keinen klinischen Beweis dafür, dass diese topischen Präparate bei Neurodermitis das Krebsrisiko erhöhen", sagte Ring. Er bedauerte, dass die Diskussion über die Änderung der Fachinformationen von Pimecrolimus und Tacrolimus auf Basis der FDA-Warnung viele Patienten in unnötige Angst und Aufregung versetzt hat – insbesondere auch Eltern von Kindern mit Neurodermitis. "Es ist schwer nachzuvollziehen, wie die FDA ihre Schlussfolgerungen rechtfertigt, da die verfügbaren Daten keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Verwendung der topischen Medikamente und Krebserkrankungen bei Menschen zeigen." Die Stellungnahmen der FDA basieren weitgehend auf tierexperimentellen Studien, bei denen die Substanzen in oraler Form und zudem in deutlich höheren Dosen verabreicht wurden, als sie bei der Behandlung von Menschen üblich sind. Zur Behandlung der Neurodermitis werden Pimecrolimus und Tacrolimus in Form von Cremes oder Salben angewendet. So liegt beispielsweise die Pimecrolimus-Dosis, die bei normaler Anwendung des Präparates Elidel in die Blutbahn gelangt, unter der Nachweisgrenze.

Es gibt bisher keine Hinweise dafür, dass bei Menschen eine erhöhte Krebsgefahr durch die örtliche Anwendung von Pimecrolimus oder Tacrolimus besteht. Dabei werden derzeit über sieben Millionen Menschen mit diesen Substanzen behandelt. Darüber hinaus liegen keine Beweise für eine systemische Immunsuppression durch Kurzzeittherapie oder intermittierende Langzeitbehandlung der Neurodermitis mit diesen Substanzen vor. Einzelne Fälle von Lymphomen nach der topischen Anwendung der Arzneimittel sind von unabhängigen Experten im Hinblick auf die Kausalität als "unwahrscheinlich" oder "unzureichender Beweis" eingestuft worden. Bei Personen, die mit topischen Calcineurininhibitoren behandelt wurden, ist die Lymphom-Rate derzeitig deutlich niedriger als in der Allgemeinbevölkerung. "Pimecrolimus und Tacrolimus haben ihren Nutzen in der topischen Neurodermitis-Therapie weltweit an Millionen von Patienten gezeigt. Wir würden es äußerst bedauern, sollten diese Patienten nun durch rein theoretische Risikoabwägungen von der Anwendung der Medikamente abgeschreckt werden", sagte EADV-Präsident Ring. "Wir bitten alle Gesundheitsbehörden, die diese Arzneimittel erneut überprüfen, ihre Entscheidungen ausschließlich auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu treffen, so dass zukünftig zuverlässige Informationen zum Nutzen von Patienten und Ärzten verfügbar sind." Ring befürchtet, dass ein atopisches Ekzem durch die Stellungnahmen der FDA wieder häufiger mit systemischen Immunsuppressiva oder starken topischen Kortikosteroiden behandelt wird. Er sagte: "Es ist wichtig, dass Arzt und Patient gemeinsam die Vor- und Nachteile aller möglichen Behandlungsformen abwägen können, um so die am besten geeignete Therapie auszuwählen."

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Veröffentlichung eines Statements der American Academy of Dermatology als Antwort auf die FDA-Entscheidung zu zwei Ekzem-Medikationen

Schaumburg, Ill. - 10. März 2005 – Die American Academy of Dermatology (Academy) veröffentlichte heute ein Statement als Antwort auf die Bekanntgabe der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA), die Fach- und Gebrauchsinformation zu Pimecrolimus und Tacrolimus für Ärzte mit einem Warnhinweis (sog. Black Box Warning) zu ergänzen und zusätzlich eine Anleitung zur Anwendung der Medikamente für Patienten zu erstellen.

„Die American Academy of Dermatology ist enttäuscht, dass die FDA diese Maßnahme trotz der Tatsache ergriffen hat, dass keine Daten vorliegen, die belegen, dass die korrekte topische Anwendung von Pimecrolimus und Tacrolimus die Patienten gefährdet,“ meinte hierzu der Dermatologe Clay J. Cockerell, M.D., Präsident der American Academy of Dermatology. „Da diese Medikamente auf die Haut aufgetragen werden, gelangt nahezu nichts davon in den Körper. Es ist nicht dasselbe wie die Einnahme einer Tablette. Es sind nützliche Medikamente, die bei korrekter Anwendung zu einer signifikanten Reduktion der stark beeinträchtigenden Auswirkungen von Ekzemerkrankungen führen und es Millionen unserer Patienten ermöglichen, ein normales Leben zu führen.“

Am 15. Februar 2005 sprach der Dermatologe Robert A. Silverman, M.D., aus Fairfaix, Va., im Namen der Academy anlässlich einer Anhörung des Pediatric Advisory Committee der FDA und bat die FDA eindringlich, keine „Black Box Warning“ oder andere Einschränkungen in der Fach- und Gebrauchsinformation aufzuerlegen, da solche Maßnahmen den Zugang zu diesen Arzneimitteln beschränken oder die Therapiemöglichkeiten limtieren könnten, wenn sich geeignete Patienten aus Furcht vor einem Krebsrisiko dazu entscheiden, diese Medikamente nicht anzuwenden.

Befürworter, die Ekzempatienten vertraten, sprachen sich ebenfalls gegen eine restriktivere Fach- und Gebrauchsinformation aus. „Diese Arzneimittel sind die einzigen Therapien, die meinen Kindern eine annähernd normale Lebensqualität ermöglicht haben,“ so LaDonna Williams, Executive Director, Inflammatory Skin Disease Institute (ISDI), und Mutter von zwei Kindern mit schwerer atopischer Dermatitis, auch als Ekzem bekannt. „Jeden Tag können wir aus erster Hand sehen, wie diese Medikamente das Leben von Patienten und ihren Familien verbessern“ meinte auch Ruthann Newton, Support Group Coordinator für das ISDI.

“Die Gesundheit, Sicherheit und das Wohlergehen unserer Patienten, die mit diesen topischen Medikamenten behandelt werden, sind für Dermatologen ein vorrangiges Anliegen,” sagte Dr. Cockerell. „Wir sind besorgt, dass diese Warnungen unsere Patienten verunsichern und unnötig beunruhigen. Wir bitten unsere Patienten eindringlich, sich von dem behandelnden Dermatologen über die geeignete Behandlung ihres Ekzems informieren zu lassen.“

Die American Academy of Dermatology (Academy), gegründet im Jahr 1938, ist die größte, einflussreichste und repräsentativste aller dermatologischen Fachgesellschaften. Mit einer Mitgliederzahl von weltweit über 14.000 Ärzten engagiert sich die Academy für Fortschritte bei der Diagnose und medikamentösen, chirurgischen sowie kosmetischen Behandlung von Haut, Haar und Nägeln, tritt für hohe Standards in der klinischen Praxis, Fortbildung und Forschung auf dem Gebiet der Dermatologie ein und unterstützt sowie verbessert die medizinische Betreuung der Patienten mit dem Ziel lebenslang gesünderer Haut, gesünderer Haare und Nägel. Mehr Informationen erhalten Sie über die Academy www.aad.org.

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Interview der DEUTSCHEN APOTHEKER ZEITUNG, DAZ, v. 23.04.2005, mit Prof. Wahn, Berlin und Prof. Werfel, Hannover

Calcineurin-Inhibitoren: Black-Box-Warning für Pimecrolimus und Tacrolimus

Das Pediatric Advisory Committee, ein Ausschuss, der die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA berät, sieht Risiken bei der Anwendung topischer Calcineurin-Inhibitoren wie Pimecrolimus (Elidel®; Douglan®) und Tacrolimus (Protopic®) zur Therapie der atopischen Dermatitis. Die FDA schloss sich dieser Meinung an und hat einen Warnhinweis ("Black Box Warning") in die US-amerikanische Fachinformation der Präparate aufgenommen. Ob tatsächlich Risiken bei der Anwendung topischer Calcineurin-Inhibitoren bestehen, darüber sprachen wir mit Prof. Dr. Ulrich Wahn, Direktor der Klinik für Pädiatrie an der Charité Berlin, und Prof. Dr. Thomas Werfel, Leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie der Medizinischen Hochschule Hannover.

DAZ: Zum Schutz von Patienten hat die FDA die Möglichkeit, besondere Warnhinweise für Arzneimittel auszusprechen. Diese erscheinen als schwarzer Kasten ("Black Box") in der Fachinformation. Warum hat die FDA eine ”Black Box Warning für topische Calcineurin-Inhibitoren ausgesprochen?

Wahn: Diese Empfehlung der FDA entspricht einem besonders vorsichtigen Umgang mit den relativ neuen Substanzen Pimecrolimus und Tacrolimus. Hintergrund der Empfehlung sind Daten aus tierexperimentellen Untersuchungen mit extrem hohen Dosierungen und aus einer sehr geringen Anzahl verschiedener maligner Erkrankungen bei Erwachsenen und Kindern. In den vergangenen Jahren wurden weltweit ca. acht Millionen Menschen mit topischen Immunmodulatoren therapiert. Die Anzahl gemeldeter maligner Erkrankungen unter der Behandlung mit diesen Substanzen muss mit einer gleich großen Gruppe Nicht-Behandelter verglichen werden. Nach meinem Kenntnisstand ist die Anzahl gemeldeter maligner Erkrankungen in der Gruppe der Behandelten niedriger als unter den Nicht-Behandelten. Dabei halte ich das Vorgehen der FDA, gerade bei Kindern eine besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen, für nachvollziehbar und verständlich. Nicht akzeptabel ist es dagegen aus dieser Black Box Warning irgendwelche Schlüsse für das individuelle Risiko eines einzelnen Patienten abzuleiten.

DAZ: Welche Konsequenzen hat ein US-amerikanischer Warnhinweis für Europa, insbesondere für Deutschland?

Werfel: Ein solcher Warnhinweis hat im rechtlichen Sinne keine Konsequenzen für Europa. Trotzdem werden sich die europäischen Behörden inhaltlich auch mit diesen Fragen auseinander setzen.

DAZ: Das Pediatric Advisory Committee glaubt Hinweise dafür zu haben, dass Patienten unter der Therapie mit topischen Calcineurin-Inhibitoren langfristig ein erhöhtes Risiko haben, an Lymphomen oder Hautkrebs zu erkranken. Für wie groß halten Sie das Neoplasie-Risiko, wenn Kinder, die an atopischer Dermatitis leiden, mit Calcineurin-Inhibitoren behandelt werden?

Wahn: Jeder Kinderarzt wird grundsätzlich eine sehr sorgfältige und kritische Nutzen-Risiko-Abwägung walten lassen. Für Kinder, die mit Calcineurin-Inhibitoren behandelt werden, gibt es in der Regel nur eine therapeutische Alternative - die Cortisonbehandlung über längere Zeit. Und bei Abwägung von Nutzen und Risiko bin ich der festen Überzeugung, dass Calcineurin-Inhibitoren auch künftig als Corticoid-Alternative ins Kalkül gezogen werden müssen. Die wenigen vom Pediatric Advisory Committee aufgelisteten Fälle ergeben keine Evidenz für erhöhtes Neoplasie-Risiko bei Kindern, die mit Calcineurin-Inhibitoren behandelt wurden im Vergleich zu nicht-behandelten Kindern. Ich wäre deshalb unglücklich, wenn aus der aktuellen Diskussion der Schluss gezogen würde, es sei ein unvertretbares Sicherheitsrisiko, bei einem kranken Kind Calcineurin-Inhibitoren anzuwenden und man sich nur an Glucocorticoid-Präparaten orientieren würde.

DAZ: Wenn aus der aktuellen Datenlage kein erhöhtes Risiko für Neoplasien abzuleiten ist, warum hat sich die FDA dann zu diesem Schritt entschlossen?

Werfel: Das lässt sich schwer eindeutig beantworten. Von außen stellt es sich so dar, dass sich die FDA entschlossen hat, hier besonders vorsichtig zu agieren. Natürlich ist es sinnvoll, neue Therapieprinzipien auch nach der Markteinführung weiterhin sehr sorgfältig zu beobachten. Da gerade Kinder häufig an einer Neurodermitis leiden, ist es besonders erfreulich, dass Calcineurin-Inhibitoren zu den wenigen neuen Therapieprinzipien gehören, die nach entsprechend sorgfältiger kontrollierter klinischer Prüfung von Beginn an auch für Kinder zugelassen waren. Warum es zu diesem Zeitpunkt zu einer Black Box Warning gekommen ist, bleibt für Außenstehende nicht ganz nachvollziehbar. Sowohl die publizierten Daten als auch die Meldungen über Krebserkrankungen nach Zulassung dieser Medikamente sprechen nicht dafür, dass tatsächlich ein erhöhtes Krebsrisiko bei der Behandlung mit Calcineurin-Inhibitoren vorliegt. Spekuliert werden kann darüber, ob die FDA mit der Black Box Warning ausdrücklich darauf hinweisen möchte, dass die Verwendung der topischen Calcineurin-Inhibitoren außerhalb der Zulassung nicht erwünscht ist und so den in den USA weit verbreiteten "Off-Label-Use" einschränken möchte.

DAZ: Ein besonderes Problem für Eltern und behandelnde Ärzte sind Kleinkinder unter zwei Jahren, die an atopischer Dermatitis leiden. Welche Aspekte sind hier für Nutzen-Risiko-Abwägung von Bedeutung?

Wahn: In den meisten Ländern der Welt gab es bisher keine Zulassung für Calcineurin-Inhibitoren bei Kindern unter zwei Jahren. Es liegen jedoch für diese Altersgruppe in breitem Umfang Erfahrungen u. a. aus verschiedenen Studien vor. Alle daraus gewonnenen Sicherheitsdaten sprechen dafür, dass kein zusätzliches Risiko bei der Therapie mit topischen Immunmodulatoren in Kauf genommen werden muss. Darüber hinaus wird deutlich, dass die Akzeptanz dieser Therapieoption im Gegensatz zu Corticosteroiden außerordentlich hoch ist. Im Moment spricht außerdem einiges dafür, dass sich das Langzeitmanagement mit topischen Immunmodulatoren günstiger sich darstellt als bei Corticoiden.

Werfel: Unsere Klinik hatte die Studienleitung bei einer großen kontrollierten Multicenterstudie, in der Säuglinge ab drei Monaten über einen längeren Zeitraum mit topischen Immunmodulatoren behandelt wurden. Aus den Ergebnissen dieser und anderer publizierter Studien ließ sich kein Sicherheitsrisiko bei Verwendung von topischen Immunmodulatoren ableiten. Man muss jedoch darauf nochmals darauf hinweisen, dass diese Präparate auch in Deutschland derzeit erst ab dem zweiten Lebensjahr zugelassen sind. Es wäre sehr wünschenswert, wenn die pharmazeutischen Unternehmen die Zulassung hier auch für jüngere Kinder vorantrieben, was die Rechtssicherheit bei der Verordnung in dieser Altersgruppe erhöhen würde.

DAZ: Wie sieht es aus mit dem Auftreten anderer unerwünschter Arzneimittelwirkungen bedingt durch eine mögliche Schwächung der Immunabwehr bei der Anwendung von Calcineurin-Inhibitoren?

Werfel: Aufgrund der bekannten Studienergebnisse gehen wir nicht davon aus, dass topische Immunmodulatoren die Immunabwehr des Körpers in irgendeiner Weise schwächen, Therapieprinzip ist vielmehr eine lokale antientzündliche Behandlung. Diese Aussage wird durch verschiedene klinische Parameter direkt unterstützt sowie indirekt durch die Tatsache, dass bei der topischen Therapie keine Blutspiegel der Calcineurin-Inhibitoren nachweisbar sind, bzw. bei großflächiger Anwendung in so geringer Konzentration, dass es nicht zu einer Immunschwächung kommt.

DAZ: Sollte nach Ihrer Einschätzung die Anwendung der topischen Calcineurin-Inhibitoren eingeschränkt werden und wie beurteilen Sie die Sicherheit dieser Präparate allgemein?

Wahn: Nach nunmehr siebenjähriger eigener Erfahrung mit diesen Präparaten haben mich die aktuellen Daten nicht dazu gebracht, das Nutzen-Risiko-Verhältnis der topischen Immunmodulatoren neu zu bewerten. Wir sollten uns glücklich schätzen, gerade bei der Behandlung von jungen Menschen eine Alternative zu den topischen Corticosteroiden zu haben. Ich bin unverändert überzeugt davon, dass ein Langzeiteinsatz sich über Jahre als sichere therapeutische Intervention herausstellen wird, obwohl bisher - wie bei jeder Innovation - keine Langzeitdaten vorliegen. Selbstverständlich muss die Therapie insbesondere bei sehr jungen Patienten mit der gebotenen Sorgfalt überwacht und dokumentiert werden. Wir sollten dies aber in dem Bewusstsein tun, dass wir sehr vielen Kindern die Exposition gegenüber Kortikosteroiden in einer sensiblen Altersphase ersparen bzw. auf das notwendige Minimum reduzieren können.

Werfel: Aus dermatologischer Sicht wäre hier zu ergänzen, dass unter der Langzeitanwendung topischer Corticoide spezielle Steroidnebenwirkungen auftreten können, wie z. B. im Gesicht die Steroid-induzierte Rosazea oder periorale Dermatitis. Besonders problematisch ist auch die Langzeitanwendung von Corticoiden in intertriginösen Bereichen. Die Einführung topischer Immunmodulatoren als Alternative zu Corticoiden bedeutet in der Behandlung von Patienten mit Neurodermitis einen deutlichen Fortschritt. Wir möchten diese Substanzen in der Praxis nicht mehr missen, da sich damit nun auch die genannten empfindlichen Hautbereiche gut therapieren lassen. Nach der bisherigen Erfahrung, die sich auf einen Zeitraum von sieben Jahren bezieht, sehe ich hinsichtlich des Sicherheitsprofils zu diesem Zeitpunkt keinen Anlass, die Anwendung von Calcineurin-Inhibitoren bei bestimmungsgemäßem Gebrauch einzuschränken.

DAZ: Vielen Dank für dieses Gespräch.

 

Veröffentlichung in der Zeitschrift test 4-2005, Seite 86:

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Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA)
Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI)

6. Juni 2005

Neurodermitis

Zweifelhafte Warnung vor Neurodermitis-Mitteln

Seit dem Jahr 2002 sind neue, kortisonfreie Cremes gegen Neurodermitis in Deutschland auf dem Markt. Die Medikamente mit den Wirkstoffen Tacrolimus und Pimecrolimus haben wegen ihrer guten Wirksamkeit und Verträglichkeit schnell weite Verbreitung gefunden. Deshalb war es ein Schock für viele Neurodermitiker, als die amerikanische Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) im Februar 2005 einen Warnhinweis für die Medikamente herausbrachte. Die Warnung bezieht sich auf ein mögliches Krebsrisiko bei der Verwendung dieser Substanzen.(1) Die FDA räumt ein, dass eine Überprüfung des tatsächlichen Krebsrisikos bis zu zehn Jahre dauern kann und empfiehlt deshalb die Anwendung von Pimecrolimus und Tacrolimus entsprechend der Zulassung: nur, wenn andere Medikamente nicht wirken, erst bei Kindern ab zwei Jahren und nicht als Dauertherapie. Das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verweist auf das noch laufende Risiko-Bewertungsverfahren der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA). Bis es abgeschlossen ist, sollen die in der Zulassung vorgegebenen Anwendungsbeschränkungen streng beachtet werden. Über den Abschluss des europäischen Risiko-Bewertungsverfahrens wird das BfArM erneut informieren.(2)

Inzwischen wird die FDA-Warnung von Hautärzten und Allergologen massiv kritisiert. "Die Untersuchungen wurden mit Mäusen und in deutlich höherer Dosierung als üblich vorgenommen. Zwar gibt es auch beim Menschen vereinzelte Krebsfälle nach der äußeren Anwendung dieser Substanzen. Die Häufigkeit übersteigt aber nicht die in der Normalbevölkerung", so Professor Dr. Dr. Johannes Ring, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI).

Teufelskreis aus Juckreiz und Entzündung

Neurodermitis, auch als atopisches Ekzem bezeichnet, ist eine Erkrankung der Haut, deren Ursache noch immer nicht vollständig geklärt ist. Es besteht eine genetische Vorbelastung, die wahrscheinlich in Verbindung mit bestimmten Umweltfaktoren, beispielsweise Allergieauslöser, zu einer Fehlsteuerung des Abwehrsystems und einer krankhaften Immunreaktion der Haut führt.
Bei den meisten Betroffenen tritt Neurodermitis schon vor dem ersten Lebensjahr als so genannter Milchschorf auf – häufig in Verbindung mit einer Nahrungsmittelallergie auf Kuhmilch oder Hühnerei. "Bei immerhin bis zu 56 Prozent bildet sich die Erkrankung aber auch spontan wieder zurück", sagt der Kinderarzt und Allergologe Dr. Frank Friedrichs, Mitglied in der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin (GPA) und im Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA). "Sonst ist Neurodermitis oft der Beginn einer Allergie-Karriere: Im Kindes- und Jugendalter kommt es dann zu Heuschnupfen und später folgt oft noch Asthma."
Typische Symptome für Neurodermitis sind schubartig auftretende Entzündungen der Haut, besonders am Hals und in den Gelenkbeugen. Die betroffenen Stellen sind gerötet, schuppig und haben eine vergröberte Struktur. Die Patienten leiden unter heftigem Juckreiz. Das schränkt die Lebensqualität massiv ein und kann das gesamte Familienleben stark belasten. Der Juckreiz führt oft zu einem Teufelskreis: Die Betroffenen kratzen sich, was die Entzündung der Haut weiter verstärkt. Dadurch nimmt der Juckreiz weiter zu. "Kinder sind oft besonders stark betroffen. Viele kratzen sich blutig", so Friedrichs.

Auf die richtige Diagnose und Behandlung kommt es an

Neurodermitis-Patienten sollten einen Facharzt, beispielsweise einen Kinderarzt oder Hautarzt mit allergologischer Zusatzausbildung, aufsuchen. Dieser kann die auslösenden Allergene bestimmen und eine wirksame Langzeittherapie verordnen. Als Basistherapie wird die Haut mit pflegenden und fettenden Cremes behandelt. Im Falle einer akuten Verschlechterung gehören kortisonhaltige Cremes zur Standardtherapie. Moderne Kortisonpräparate haben bei befristeter Anwendung nur wenige Nebenwirkungen. Dennoch stehen die meisten Patienten diesen Medikamenten skeptisch gegenüber und verwenden sie häufig nicht. Kortisonfreie Cremes mit den Wirkstoffen Tacrolimus und Pimecrolimus werden deshalb oft bevorzugt.(3) Ihr Wirkprinzip: Als so genannte topische Immunmodulatoren blockieren sie die Freisetzung von entzündungsauslösenden Botenstoffen der Haut und lindern daher die typischen Symptome wie Rötung, Schuppung und Juckreiz. Der besondere Vorteil der Immunmodulatoren ist, dass sie im Gegensatz zu Kortison auch an besonders empfindlichen Stellen wie dem Gesicht aufgetragen werden können. Eine so genannte Haut-Atrophie - eine Verdünnung der Haut, die bei Langzeitanwendung von Kortison auftreten kann - kommt nicht vor, und die Nebenwirkungen sind insgesamt gering. Die Zeitschrift "Ökotest" untersuchte in der Ausgabe 10/2004 die Wirksamkeit von insgesamt 57 Neurodermitis-Medikamenten und bewertete ein Pimecrolimus-Produkt mit "sehr gut" und Tacrolimus neben zwei Kortisonpräparaten mit "gut".
Die Anwendung einer spezifischen Immuntherapie (SIT, auch Hyposensibilisierung) bei Neurodermitiskranken wurde lange kontrovers diskutiert. Es gab Befürchtungen, die Behandlung könnte die Neurodermitis verschlechtern. Inzwischen liegen aber neue Studienergebnisse mit molekular definierten Allergen-Präparaten vor, die zeigen, dass diese Angst unbegründet ist. Es deutet sich sogar an, dass sich die Hautbeschwerden durch eine SIT bessern. An Heuschnupfen oder allergischem Asthma leiden etwa 60 Prozent der Neurodermitiker. Bei diesen kann eine SIT als zusätzliche Behandlung erwogen werden.
"Die Auswahl der optimalen Behandlung gehört in die Hände eines mit Neurodermitis erfahrenen Facharztes. Hier können alle Vor- und Nachteile der verschiedenen Therapieoptionen ausführlich besprochen werden", betont der Aachener Kinderarzt Friedrichs.


(1) http://www.fda.gov/cder/drug/InfoSheets/HCP/ProtopicHCP.htm und http://www.fda.gov/cder/drug/InfoSheets/HCP/elidelHCP.htm
(2) http://www.bfarm.de/de/Arzneimittel/am_sicher/am_sicher_akt/index.php?more=tacrolimus.php
(3) Friedrichs F: Klare Absage an unseriöse Verheißungen einer Heilung. Pädiatrische Zeitung, März 2005

Für weitere Informationen steht Ihnen zur Verfügung:
ÄDA-/DGAKI-Pressekontakt, Bodelschwinghstr. 17, 22337 Hamburg
Tel: 0 40/50 71 13-44, Fax 0 40/59 18 45, vonderlage@mastermedia.de


Stellungnahme von Wirkstoff AKTUELL der Kassenärtzlichen Bundesvereinigung und Stellungnahme der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e.V. (DDG) dazu.

Wirkstoff AKTUELL von der KBV, PDF, 1,5 MB
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Stellungnahme der DDG zu KBV Nachrichten, PDF, 250 KB
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