Geht Neurodermitis eigentlich auch mal wieder weg?

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Neurodermitis verläuft schubweise, was bedeutet, dass die Beschwerden mal stärker, mal schwächer sind. Es ist durchaus möglich, dass die Symptome zeitweise oder sogar dauerhaft verschwinden.

Eine vollständige Heilung der Neurodermitis ist nicht möglich, da die genetische Veranlagung bleibt. Dennoch verschwinden die Symptome bei vielen Betroffenen, insbesondere wenn die Erkrankung im Säuglings- oder Kleinkindalter beginnt. Etwa die Hälfte der Kinder, die im ersten Lebensjahr betroffen sind, überwinden die Krankheit innerhalb von drei Jahren.

Faktoren, die den Verlauf beeinflussen

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Symptome nachlassen, hängt von mehreren Faktoren ab:

Alter beim ersten Auftreten: Je früher die Erkrankung beginnt, desto höher ist die Chance auf eine Besserung.

Schwere des Krankheitsverlaufs: Ein schwerer Verlauf im Kindesalter erhöht das Risiko, auch im Erwachsenenalter betroffen zu sein.

Begleitende atopische Erkrankungen: Asthma, Heuschnupfen oder Nahrungsmittelallergien können den Verlauf ungünstig beeinflussen.

Risiko eines Wiederauftretens im Erwachsenenalter

Auch wenn die Symptome im Jugendalter verschwinden, kann die Neurodermitis im Erwachsenenalter wieder auftreten, etwa durch Stress, hormonelle Veränderungen oder Umweltfaktoren. Eine Erstmanifestation im Erwachsenenalter ist seltener, aber möglich – oft dann an den Händen und mit stärkeren Beschwerden.

Behandlung und Alltagsmanagement

Obwohl die Erkrankung nicht heilbar ist, lassen sich die Symptome gut kontrollieren. Wichtige Maßnahmen sind u.a.:

Regelmäßige Hautpflege mit fettreichen Cremes

Vermeidung bekannter Auslöser wie Stress, bestimmte Stoffe oder trockene Luft

Frühzeitige Behandlung von Schüben mit ärztlich verordneten Salben oder Medikamenten

Ein guter Umgang mit der Erkrankung kann helfen, Schübe zu verhindern oder abzumildern.

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