Nutzung digitaler Portale von Menschen mit Allergien, Asthma & COPD

iStock GaudiLab

Spezielle Apps und Webseiten können Betroffene von Allergien sehr gut helfen.

Die Apps unterstützen bei der Vermeidung von Allergieauslösern und dem Management der Symptome. Beispiele sind z.B.:

Pollenflug-Apps wie Klara oder Pollen-Radar, die Push-Benachrichtigungen bei hoher Pollenbelastung senden.

Funktionen wie Pollenkalender, Wettervorhersage und Allergietagebuch helfen, Beschwerden zu dokumentieren.

Einige Apps bieten Selbsttests zur Einschätzung des Allergierisikos oder integrieren Notrufnummern.

Diese digitalen Helfer ersetzen keine medizinische Behandlung, können aber das Leben mit Allergien deutlich erleichtern.

Studien zur Nutzung von Smartphones bei Allergien

Aktuelle Forschungsprojekte untersuchen, wie Allergiepatienten ihre Smartphones nutzen. Die TU Chemnitz führt bis Februar 2026 die Befragungsstudie DISELMA durch, um zu analysieren, wie Menschen mit Asthma oder COPD ihr Smartphone für Informationsrecherche, Medikamentendokumentation oder Austausch mit anderen Betroffenen nutzen.

Teilnehmen können Personen ab 18 Jahren mit Smartphone, die eine Aufwandsentschädigung von 75 Euro erhalten. Die Studie zeigt, dass digitale Medien zunehmend in das Selbstmanagement chronischer Erkrankungen integriert werden.

Zukünftige Technologien für Allergiker

Neue Technologien könnten Allergikern künftig noch besser helfen. Die App Allergen Alert, vorgestellt im Februar 2026 s.o., nutzt echte Messdaten statt Herstellerangaben, um Kontaminationen in Lebensmitteln oder Restaurants zu erkennen. Die App vernetzt Daten zentral und ermöglicht es Nutzern, Warnungen innerhalb einer Community zu teilen.

Dies erhöht die Sicherheit, insbesondere bei Lebensmittelallergien, und könnte einen Wendepunkt in der Allergieprävention darstellen.

ECARF

"Die gemeinnützige Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) will erreichen, dass Menschen mit Allergien bei Alltagsfragen und Therapieoptionen die bestmögliche Aufklärung und Versorgung erhalten."
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Torsten Zuberbier
Vorstandsvorsitzender der Stiftung ECARF

ECARF online

Praktischer Tipp

Smartphones können eine unerwartete Quelle von Allergenen sein. Studien haben gezeigt, dass auf Smartphone-Displays erhöhte Konzentrationen von Katzen- und Hundeallergenen, Beta-D-Glucanen (BDG) und Endotoxinen vorkommen. BDG ist ein Marker für Schimmelpilze und kann chronische Atemwegsprobleme auslösen, während Endotoxine von gramnegativen Bakterien stammen und Entzündungen fördern können.

Besonders bei Haustierbesitzern wurden entsprechende Tierallergene auf den Geräten nachgewiesen. Diese Kontaminationen sind für das bloße Auge unsichtbar, können aber bei empfindlichen Personen Allergieschübe auslösen.

Reinigung des Smartphones zur Allergieprävention

Um die Exposition gegenüber Allergenen zu reduzieren, wird empfohlen, das Smartphone regelmäßig zu reinigen. Eine Studie zeigte, dass spezielle Reinigungsmittel wie eine Kombination aus Chlorhexidin und Cetylpyridiniumchlorid am effektivsten gegen BDG und Endotoxin wirken, während Benzylbenzoat und Gerbsäure Katzen- und Hundeallergene am besten reduzieren.
Diese Chemikalien sind jedoch nicht im Handel erhältlich, sondern nur über Labore. Allerdings können auch übliche Reinigungstücher wie Isopropylalkohol-Tücher helfen, zumindest einen Teil der Allergene und Bakterien zu entfernen

Gefällt ihnen dieser Artikel?
Folgen Sie uns auf Instagram und besuchen Sie hautsache.de für mehr Informationen.

Quellen: Recherche hautfreund-Redaktion, ECARF, brave

Zurück